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Das von Literaturwissenschaftlern bisher als rein fiktiv eingestufte Suahelischnurrbarthaar aus dem Gedicht "Logik" von Joachim Ringelnatz wurde am Strand der Insel Norderney von mir bei einem
Spaziergang entdeckt!
Übersät mit in der Morgensonne glitzernden Wassertropfen lag es - zu einem Fragezeichen geringelt - auf einem flachen Stein. Dies könnte ein bedeutsamer Hinweis darauf sein, dass auch das Haar
selbst nicht wusste, was es all die Jahre eigentlich im Meer zu suchen hatte. Eine Haar-Analyse ergab übrigens keine Drogenrückstände! So bleibt die Frage nach dem Motiv wohl für immer ein
Geheimnis.
Logisches Denken ist sowieso nur selten der richtige Weg, um ein Rätsel zu lösen und kann, wie im vorliegenden Fall, sogar in die Irre führen. Ich bitte, diese Anmerkung aber keinesfalls als
Kritik an der doch sehr verständlichen Neugier des von mir hochverehrten Dichters aufzufassen.
Experten für Völkerkunde haben inzwischen die Echtheit des Fundes bestätigt und sein Alter auf etwa 80 Jahre festgesetzt!
Zur Zeit liegt das von dem weltbekannten Hairstylisten Alfredo Longo äußerst schonend gewaschene und geföhnte Prachtexemplar einbruchsicher in meinem Safe. Auf künftigen Buchmessen in Frankfurt
und Leipzig wird es einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert, bevor es dann bei SOTHEBY'S in London endgültig versteigert wird.
Gebote können aber auch jetzt schon bei mir abgegeben werden!
Bisheriges Höchstgebot: 47,11 €
Hier noch das schöne Gedicht des von mir hochverehrten Dichters:
Logik
Von Joachim Ringelnatz
Die Nacht war kalt und sternenklar,
da trieb im Meer bei Norderney
ein Suahelischnurrbarthaar.
Die nächste Schiffsuhr wies auf drei.
Mir scheint da mancherlei nicht klar,
man fragt doch, wenn man Logik hat,
was sucht ein Suahelihaar
denn nachts um drei am Kattegat?
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