Achtundneunzig Jahre
Fünfunddreißigtausendsiebenhundertvierundneunzig Tage
Achthundertneunundfünfzigtausendachtundsechzig Stunden
Einundfünfzigmillionenfünfhundertvierundvierzigtausendachtzig Minuten
Dreimilliardenzweiundneunzigmillionensechshundertvierundvierzigtausendachthundert Sekunden
Zitat aus einer Literaturseite im Internet (Auszug):
"1992 erblickte ich das Licht dieser Welt und darf jetzt mit Stolz geschwellter Brust behaupten schon 17 Jahre Lebenserfahrung vorweisen zu können. Ich habe mittlerweile eine gewisse Liebe zur Rechtschreibung entwickelt, Fehler aller Art sind mir ein Graus. Lasst euch deshalb nicht abschrecken, wenn schon mal längere Listen mit Korrekturvorschlägen unter euren Storys erscheinen, ich will euch nicht mobben, sondern nur die deutsche Sprache pflegen. Konstruktive (!) Kommentare sind mir immer willkommen."
Mein Kommentar:
Von: Fred Lang
An: t@arcor.de
Gesendet: Samstag, 5. Dezember xxxx 15:46
Betreff: Rechtschreibfehler
Liebe T.,
ich hoffe, du bist mir nicht böse, wenn ich dich auf einen kleinen Rechtschreibfehler in deiner Vita aufmerksam mache. Bei deinem hohen Anspruch, den ich übrigens sehr lobenswert und nachahmenswert finde, ist dies sicher auch in deinem Sinne.
Zitat:
"… und darf jetzt mit Stolz geschwellter Brust behaupten …"
Falsch: "mit Stolz geschwellter Brust"
Richtig: "mit stolz geschwellter Brust"
Das Wort "stolz" ist in diesem Fall ein Adjektiv und kein Substantiv!
Viele Grüße
Fred
Antwort:
Von: t@arcor.de
Gesendet: Samstag, 5. Dezember xxxx 16:30
Betreff: Re: Rechtschreibfehler
Hallo Fred,
danke für die Korrektur, da hast du wohl vollkommen recht. Ich achte sehr auf Rechtschreibung, aber ich denke, in meinen jungen Jahren ist es noch verzeihlich, auch mal einen Fehler zu machen.
Alternativ hätte ich wohl schreiben können: "mit von Stolz geschwellter Brust". Werde das auf jeden Fall ausbessern.
LG
T.
Mein Kommentar:
Von: Fred Lang
An: t@arcor.de
Gesendet: Samstag, 5. Dezember xxxx 17:24
Betreff: Re: Re: Rechtschreibfehler
Liebe T.,
freut mich, dass du meine Kritik so positiv aufnimmst. Übrigens ist es auch in reiferen Jahren verzeihlich, mal einen kleinen Fehler zu begehen. Man sollte ihn aber nach Möglichkeit wieder gut machen.
Leider muss ich dich jetzt schon wieder korrigieren.
Zitat: " ... mit von Stolz geschwellter Brust ..."
Falsch: "mit von Stolz geschwellter Brust"
Richtig: "mit vor Stolz geschwellter Brust"
So langsam wird das mit den geschwellten Brüsten richtig lustig, findest du nicht auch?
LG
Fred
Anmerkung: Leider habe ich keine
Antwort erhalten.
Mein Fazit: Mit Humor soll man nicht spaßen!
Liebe Familie Lang,
vielen Dank für Ihre e-mail und das niedliche Foto von Herbert!
Unsere Supertier-Jury ist ganz gespannt auf Ihren Frosch und würde sich freuen, Herbert und Ihre Familie kennenzulernen. Welche Tricks beherrscht er genau? Wie alt ist er ungefähr?
Wäre es möglich, dass wir von Ihnen eine Telefonnummer bekommen könnten, um in der nächsten Woche mit Herbert und Ihnen in Kontakt zu treten? Wir sind ganz neugierig und fänden es toll,
wenn Herbert bei der Aktion "Hamburg sucht das Supertier" mitmachen würde.
Eine Rückmeldung ist per mail oder per Telefon unter 040-41xxxxx möglich.
Mit "tierischen" Grüßen
Patricia T.
Liebe Frau T.,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!
Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Herbert heute Vormittag - kurz vor zwölf Uhr - nach dem übermäßigen Genuss von mindestens 20 bis 30 Millilitern Bier plötzlich und unerwartet
über sich selbst hinausgewachsen ist und mit einem riesigen Sprung direkt in das um diese Jahreszeit ja noch recht kalte Wasser der Este hüpfte. Sie grenzt direkt an unseren Garten in
Jork-Estebrügge und mündet nach etwa 5 Kilometern in die Elbe. Ich glaube aber nicht, dass er dort bereits angekommen ist. Eine natürlich sofort eingeleitete Suche blieb leider
erfolglos.
Wir hatten ihn schon lange vor zu viel Alkohol gewarnt, aber er wollte ja nicht auf uns hören. Wir hoffen jetzt, dass er sich diese Erfahrung zu Herzen nimmt und künftig nur noch
Wasser trinkt. Davon hat er zur Zeit ja mehr, als ihm vielleicht lieb ist.
Wir bewahren ihm ein gutes Andenken und hoffen, dass er mit der Flut nach Hamburg schwimmt. Vielleicht springt er ja plötzlich zu Ihnen in die Redaktion. Das trauen wir ihm glatt
zu! Nachdem wir ihm nämlich von dem Wettbewerb erzählt haben, wurde er ganz unruhig.
Mit "tierischen" Grüßen
Fred Lang
P. S.
Ich hoffe, dass man bei Ihnen im Sender Humor hat und würde mich über eine Bestätigung freuen!
_________________________________
Ende der Korrespondenz!
Eine Antwort habe ich nie bekommen. Wer will, kann gerne mal beim Sender nachfragen. Mein Fazit: Mit Humor soll man nicht spaßen!
Praxis Dr. Schräg
Ein Protokoll praktischer Lebenshilfe zum Schmunzeln. Telefonische Beratung im Rahmen eines Projektes der Gesellschaft zur Erforschung zwischenmenschlicher
Beziehungen (GzEzB).
Protokollauszug Nr.1:
Dr. Schräg, Psychologe!
Anrufer: Hallo Herr Doktor!
Dr. Schräg: Ja, bitte?
Anrufer: Guten Abend! Ich bin Rentner und habe jetzt auch eine eigene Hompaitsch. Da wollte ich mal anfragen, ob man, also wenn man da über sich berichtet, ob man dann immer bei der Wahrheit bleiben muss oder auch mal … Sie wissen schon.
Dr. Schräg: Sie haben also eine eigene Homepage und wollen wissen, ob man darin genaue Angaben über sich machen muss.
Anrufer: Genau! Ich bin fünfundsiebzig, sehe aber jünger aus. Da ist auch meine neue Perücke dran schuld. Sie hat nämlich nordeuropäisches Haar, kein asiatisches! Vor dem Schlafengehen nehme ich sie immer ab, weil mich dann sowieso niemand sieht. Auch meine Brille nehme ich dann ab. Es ist ja dunkel im Zimmer und es gibt nichts zu sehen, außer wenn ich träume. Aber da habe ich sie noch nie vermisst. Ist eigentlich komisch, oder? Mein Gebiss tu ich übrigens in ein Glas Wasser, damit es desfinzifiert wird.
Dr. Schräg: Es wird desinfiziert. Sie leben also allein?
Anrufer: Ja. Meine Frau ist vor kurzem verstorben. Deshalb hat mir mein Sohn auch eine Hompaitsch eingerichtet.
Dr. Schräg: Ich verstehe nicht ganz den Zusammenhang.
Anrufer: Ja, wissen Sie, ich habe beim Arzt, der mich wegen meiner Hämmoridden oder wie das nun heißt und noch anderer Sachen behandelt, in einer Zeitschrift gelesen, dass man als Alleinstehender mit eigener Hompaitsch mehr Chancen bei Frauen hat. Dort können sie sich nämlich alles von einem angucken. Na ja, fast alles.
Dr. Schräg: Sie meinen wahrscheinlich eine Kontaktbörse für Singles im Internet.
Anrufer: Genau! Da wird doch immer nach Fotos von einem gefragt und wie alt man ist und solche Sachen. Und wo man wohnt und welche Hobbys man hat, wird auch oft gefragt.
Dr. Schräg: Sie wollen also wissen, ob man auf seiner Homepage immer zutreffende Angaben über sich und seine Verhältnisse machen muss.
Anrufer: Genau! Wissen Sie, ich will ja nicht gleich wieder heiraten, einfach ab und zu ein bisschen Spaß haben, wenn Sie verstehen, was ich meine. Wissen Sie, ich bin noch ganz rüstig - auch da unten!
Dr. Schräg: Das ist schön für Sie. Den Frauen würde es allerdings beim ersten persönlichen Treffen sofort auffallen, wenn Sie zum Beispiel falsche Angaben über Ihr Äußeres machen.
Anrufer: Deshalb frage ich Sie ja auch, Herr Doktor.
Dr. Schräg: Ich rate Ihnen sehr bei der Wahrheit zu bleiben. Dass Sie eine Perücke tragen und keine echten Zähne mehr haben, müssen Sie ja nicht gleich erzählen. Und dass Sie wegen ihrer Hämorrhoiden und "anderer Sachen" in ärztlicher Behandlung sind, müssen Sie auch nicht sofort erwähnen.
In Ihrem Alter kommt es doch sowieso mehr auf die inneren Werte an und die äußere Hülle ist da eher unwichtig.
Anrufer: Das haben Sie schön gesagt, Dr. Schräg. Vielen Dank!
Dr. Schräg: Gern geschehen!
Wer heutzutage noch kein eigenes Blog hat, der weiß gar nicht, was ihm da alles entgeht. Ich wollte es endlich wissen und habe mir eins zugelegt. Das ist übrigens ganz einfach und schon ist man stolzer Besitzer eines eigenen Blogs wie zum Beispiel http://freds-schraege-seiten.over-blog.de/
Ich habe eigentlich schon immer schreiben wollen: Kurzgeschichten, Romane. Sogar Gedichte! Leider ist dann aber immer etwas dazwischen gekommen.
Man kann auf einem Blog auch Bilder veröffentlichen und nun können Millionen von Menschen auf der ganzen Welt mein originelles Selbstporträt bewundern. Auch die neue Frisur meiner Frau hätte bestimmt viele Leute beeindruckt, wenn ich das Bild nicht blöderweise versehentlich wieder gelöscht hätte. Inzwischen sind ihre Haare wieder so zottelig geworden wie früher. Ich soll jetzt aber erst warten, bis sie wieder beim Friseur war, hat sie gesagt. Das kann meinetwegen gern noch eine Weile dauern, denn billig ist das ja nicht.
Überhaupt ist das nicht so ganz das Wahre mit der Bloggerei. Ich habe inzwischen nämlich das Gefühl, dass kaum jemand interessiert, was ich bisher so geschrieben habe.
Wo setzt der Alterungsprozeß beim Mann zuerst ein, im Hirn oder im Hoden? Die wahrscheinliche Antwort haben Forscher nach
aufwendigen Versuchen jetzt endlich gefunden. Eine nicht nur von Wissenschaftlern lang gehegte Vermutung hat sich nach neuesten Erkenntnissen endgültig bestätigt. Die Ursache für den im höheren
Alter stark abnehmenden Testosteronspiegel ist im Hoden zu suchen!
Die Androgenbildung wird nicht mehr so stark angeregt und somit haben wir es mit einem ausgeprägten Hormontief zu tun. Und das im wahrsten Sinn des Wortes. Übrigens weisen auch die Eierstöcke der
alternden Frau wegen der stark reduzierten Stimulation entsprechender Rezeptoren einen abnehmenden Östrogenspiegel auf.
Die Folgen sind hinlänglich bekannt und sorgten bisher - vor allem im Verlauf der so beliebten "zwischenmenschlichen Kontakte" - für mancherlei Verdruss bei
ansonsten noch ganz fidelen älteren Menschen. Doch das soll, wenn man den hoch motivierten Forschern glauben schenken will, bald "Schnee von gestern" sein. Künftig können dann
noch 100-Jährige lustvolle Höhepunkte erleben.
Botanikern ist das Wort "zweihäusig" ein vertrauter Begriff. Es handelt sich hierbei um Pflanzen, die männliche und weibliche Eigenschaften gleichermaßen
aufweisen.
Die Mistel zum Beispiel ist eine typische Vertreterin dieser geschlechtlichen Variante. Auch beim Menschen kommen gelegentlich solche Abweichungen von der Norm vor.
Zur Zeit werden ältere Paare getestet, denen jeweils ein Hoden bzw. ein Eierstock entnommen und dann - allerdings vertauscht - wieder implantiert wurde. Mit dem schönen Ergebnis, dass sie nun
über beides verfügen und somit der in der Vergangenheit fast unausweichliche Hormonmangel ausbleibt. Der für die Hormonausschüttung im Gehirn verantwortliche Hypophysenvorderlappen wird
blockiert. Ob er allerdings diesen Trick auf Dauer akzeptiert, steht noch nicht fest.
Es ist zu erwarten, dass sich die normalerweise bei allen Menschen vorhandenen, geringen gleichgeschlechtlichen Neigungen enorm verstärken und dann keiner der Senioren mehr so richtig weiß, ob er
ein Männchen oder ein Weibchen ist. Das ist aber eigentlich dann auch egal. Oder?
Bumerang
War einmal ein Bumerang
War ein Weniges zu lang.
Bumerang flog ein Stück,
Aber kam nicht mehr zurück.
Publikum - noch stundenlang -
Wartete auf Bumerang.
Copyright by Fred Lang
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Sensationeller Fund!
Copyright by Fred Lang
Copyright by
Fred Lang

Copyright by Fred Lang
Das von Literaturwissenschaftlern bisher als rein fiktiv eingestufte Suahelischnurrbarthaar aus dem Gedicht "Logik" von Joachim Ringelnatz wurde am Strand der Insel Norderney von mir bei einem
Spaziergang entdeckt!
Übersät mit in der Morgensonne glitzernden Wassertropfen lag es - zu einem Fragezeichen geringelt - auf einem flachen Stein. Dies könnte ein bedeutsamer Hinweis darauf sein, dass auch das Haar
selbst nicht wusste, was es all die Jahre eigentlich im Meer zu suchen hatte. Eine Haar-Analyse ergab übrigens keine Drogenrückstände! So bleibt die Frage nach dem Motiv wohl für immer ein
Geheimnis.
Logisches Denken ist sowieso nur selten der richtige Weg, um ein Rätsel zu lösen und kann, wie im vorliegenden Fall, sogar in die Irre führen. Ich bitte, diese Anmerkung aber keinesfalls als
Kritik an der doch sehr verständlichen Neugier des von mir hochverehrten Dichters aufzufassen.
Experten für Völkerkunde haben inzwischen die Echtheit des Fundes bestätigt und sein Alter auf etwa 80 Jahre festgesetzt!
Zur Zeit liegt das von dem weltbekannten Hairstylisten Alfredo Longo äußerst schonend gewaschene und geföhnte Prachtexemplar einbruchsicher in meinem Safe. Auf künftigen Buchmessen in Frankfurt
und Leipzig wird es einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert, bevor es dann bei SOTHEBY'S in London endgültig versteigert wird.
Gebote können aber auch jetzt schon bei mir abgegeben werden!
Bisheriges Höchstgebot: 47,11 €
Hier noch das schöne Gedicht des von mir hochverehrten Dichters:
Logik
Von Joachim Ringelnatz
Die Nacht war kalt und sternenklar,
da trieb im Meer bei Norderney
ein Suahelischnurrbarthaar.
Die nächste Schiffsuhr wies auf drei.
Mir scheint da mancherlei nicht klar,
man fragt doch, wenn man Logik hat,
was sucht ein Suahelihaar
denn nachts um drei am Kattegat?

© Copyright by Fred Lang
Eine Konstruktion zur Verhinderung des außerehelichen Geschlechtsverkehrs. Abschließbar! Zu sehen in der Marksburg zu Braubach
am Rhein.
Nähere Angaben:
Die Gürtelhöhe beträgt etwa 35 cm und die maximale Gürtelbreite etwa 40 cm.
Der Schlitz ist ca. 8 cm hoch, aber nur 1 cm
breit! Das kreisrunde Loch hat einen Durchmesser von ca. 4 cm.
Der Gürtel aus handgeschmiedetem Eisen war in der Taille verstellbar und konnte daher ganz individuell angepasst
werden.
Die vielen kleinen Löcher dienten zur Befestigung einer Auspolsterung aus Leder, die so den "Tragekomfort" wenigstens etwas
verbesserte.
Für
die Ritter, die sich häufig auf Kreuzzügen im Ausland befanden, war das eine feine Sache. Dies galt aber keineswegs für ihre dann natürlich einsamen und liebebedürftigen Frauen. Der sehr enge Schlitz vorne verhinderte wirkungsvoll einen konventionellen Beischlaf.
Das kreisrunde Loch hinten war aber in dringenden Fällen ein alternativer Eingang. Zumindest für einen ganz besonders wagemutigen und energischen Liebhaber. Sozusagen durch die Hintertür! Eine Verletzungsgefahr bestand aber immer. ![]()
Ob die Ritter nach ihrer Heimkehr etwas gemerkt haben?
Unser "sexter" Sinn befindet sich nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Nase, genauer gesagt in der Riechschleimhaut der vorderen Scheidewand, im so
genannten Jacobson'schen Organ.
Im Gegensatz zu normalen Gerüchen, wie z.B. Rosenduft oder Mundgeruch, werden von diesem ganz besonderen Sensor ausschließlich Sexual-Lockstoffe (Pheromone) im wahrsten Sinn des Wortes
erschnüffelt und dann über direkte Nervenbahnen ins Gehirn weitergeleitet. Dort lösen sie in Sekundenbruchteilen ganz unterschiedliche und vor allem unbewusste Reaktionen aus. Die Skala reicht
von "Ich kann dich nicht riechen" über "Ich finde dich sympathisch" bis hin zu "Ich will dich! Jetzt! Sofort!"
Weit über 50 verschiedene Pheromone sind bisher beim Menschen in den Schweißdrüsen und im Genitalbereich entdeckt worden. Dazu gehören auch die Kopuline, die sich im Sekret der Vagina befinden.
Sie sind dort besonders zahlreich während des Eisprungs vorhanden, um in den empfängnisbereiten Tagen die männliche Lust anzukurbeln. Durch ihre Freisetzung regen sie den Mann zur Ausschüttung
von Hormonen an, welche wiederum seine Bereitschaft zur sofortigen Kopulation (Beischlaf) fördern. Die nicht minder stark wirkenden Androstene findet man besonders im Schweiß der Achselhöhlen des
Mannes. Sie fördern bei der Frau unbewußt gleichfalls die Lust auf Sex.
In meinem kleinen Werk: "Anmerkungen zur sogenannten
Duldungsstarre bei weiblichen Schweinen", das inzwischen zur Pflichtlektüre für angehende Verhaltensforscher zählt, habe ich unter anderem bereits die zweifelhaften Möglichkeiten aufgezeigt,
die sich bei einer gezielten Weiterentwicklung des speziellen schweinischen Luststoffes auch für menschliche Eber ergeben würden. Sie könnten sich dann durch Versprühen des künstlichen Pheromons
alle Frauen gefügig machen. Die Folgen wären nicht auszudenken!
Ein kleiner Schönheitsfehler würde allerdings immer das beiderseitige Vergnügen beeinträchtigen. Wie ihre tierischen Geschlechtsgenossinnen würden nämlich auch die
Frauen in eine apathische Duldungsstarre verfallen und sie hätten daher nur sehr wenig Vergnügen - wenn überhaupt! - an der ihnen auf diese unfaire Art und Weise aufgezwungenen Zappelei der
Männer gehabt. Was einige dieser Brutalos vermutlich trotzdem nicht davon abgehalten hätte, ihre schweinischen Triebe rücksichtslos auszuleben.
Zur Zeit wird noch eifrig daran geforscht, wie sich bei einer eventuell vorhandenen Antipathie das Signal beim Empfänger unterdrücken lässt. Kosmetik- und Pharmaunternehmen werden sicher daher in
naher Zukunft die zu erwartende große Nachfrage nach speziell aufbereiteten Lockstoffen, allerdings zu entsprechend hohen Preisen, befriedigen - Risiken und Nebenwirkungen inklusive.
Bis dahin gilt gleichermaßen für Frauen und Männer aber immer noch die alte Parole: "Ohne Schweiß kein Preis!"
lebitapmokni ist nicht nur lebatpezkani, sondern auch völlig lebatuksidni.
Wer jetzt nicht auf Anhieb weiß, was dieser Satz bedeutet, für den ist inkompatibel nicht nur inakzeptabel, sondern auch völlig indiskutabel!
Auf Deutsch: Nix passt und das lassen wir uns nicht mehr länger gefallen!
Schluss mit den unzähligen verschiedenen Beuteln für Staubsauger, vielen Computerprogrammen, die schon nach kurzer Zeit nicht mehr voll genutzt werden können, weil inzwischen wieder eine neue Version - die siebte! - auf den Markt geworfen wurde. Und die dann zum Beispiel Worte einfach rückwärts zu Papier bringt, weil der neue Treiber sich nicht mit dem alten Drucker verträgt (siehe oben!).
Schluss mit allen Adaptern, verschiedenen Steckern und den unverständlichen und oft unlesbaren Gebrauchsanweisungen im Bibelformat für das falsche Gerät.
Schluss mit dem ganzen Wirrwar. Es lebe der dardnatS!
Amerikanische Wissenschaftler eines Biotech-Unternehmens haben kürzlich neun Schweine geklont. Den Tieren fehlten bestimmte Antigene, die vom menschlichen Immunsystem bei Organtransplantationen besonders heftig abgestoßen werden.
Die Bundesärztekammer (BÄK) erwartet, dass künftig Organe von Schweinen in kranke Menschen verpflanzt werden können. Schon lange ist bekannt, dass aus medizinischer Sicht z.B. das schweinische Herz dem menschlichen Organ sehr ähnlich ist. Künftig könnte es also auch Menschen eingesetzt werden.
Warum eigentlich nicht auch umgekehrt? Die Frage ist doch erlaubt, aus welchen ethischen Gründen man einem armen herzkranken Schwein das
lebensrettende menschliche Gegenstück nicht implantieren sollte. Zumal schweinische Menschen sowieso schon ideale Voraussetzungen erfüllen und so wenigstens einmal etwas Gutes bewirken
könnten.
Man wird dann allerdings damit rechnen müssen, dass marktwirtschaftlich orientierte Gruppen sich vehement gegen diese humane Idee wenden werden. Ich denke dabei in erster Linie an die
Fleischwarenindustrie, die starke Umsatzeinbußen befürchten muss. Wer isst noch Schweinefleisch, wenn in der Brust des Tieres ein menschliches Herz geschlagen hat? Vegetarier sind wieder einmal fein raus!
In einer Zeit, in der Worte und Begriffe wie zum Beispiel „Klonen“ oder „Künstliche Befruchtung“ die Gemüter erregen und immer öfter zu kontroversen Diskussionen
führen, wird folgerichtig in naher Zukunft auch der sogenannte "Natursprung", bei dem die Befruchtung noch auf herkömmliche Weise vor sich geht, mit Blick auf die drohende Überbevölkerung immer
mehr infrage gestellt werden.
Fast alle Züchter von Großvieh praktizieren übrigens schon lange aus Gründen der Rentabilität und der Risikominimierung ausschließlich die künstliche Besamung.
Wer schon einmal Kühe dabei beobachtet hat wie sie beim Deckakt, ohne das Wiederkäuen auch nur für einen Moment zu unterbrechen, ausgesprochen gelangweilt auf die emsigen Bemühungen des Stieres
reagieren, der kann sich nur freuen, wenn ihm selbst solche doch sehr frustrierenden Erfahrungen mit seiner Partnerin bisher erspart geblieben sind.
Nachdenkliche Zeitgenossen stellen sich dennoch früher oder später die Frage: „Natursprung oder Lustverzicht?“ Vielleicht sind Lustgefühle ja auch für uns Menschen künftig entbehrlich. Was wird
nicht alles kreuz und quer und "auf Teufel komm raus" herumgebumst - mit sehr bedenklichen Folgen im Hinblick auf das geradezu explosionsartige Anwachsen der Weltbevölkerung!
Nun verfügen Menschen ja im Gegensatz zu Tieren über eine wesentlich höhere Intelligenz und sie wären demnach durchaus in der Lage, durch Lustverzicht eine Bevölkerungsexplosion zu vermeiden.
Dies geht sicher nicht von Heute auf Morgen und Wiederkäuen müssten die Frauen dann auch noch lernen.
Eine Frau sitzt in einem vorwiegend in rötlich warmen Tönen gehaltenen, sehr geschmackvoll eingerichteten Zimmer an ihrem Schreibtisch.
Sie blickt versonnen auf ein Bild, das in einem roten Rahmen ihr genau gegenüber an der Wand hängt. Es zeigt ein junges Pärchen bei einer ausgesprochen lustvollen Beschäftigung. Auch das Ergebnis dieser eifrigen Bemühungen ist schon zu sehen.
Die natürlich handsignierte Fotoserie trägt den aussagekräftigen Titel: „Auch Tomaten können es!“ und ist natürlich auch auf der Homepage des Künstlers zu bewundern.
Es gilt als das wohl bedeutendste Werk aus der inzwischen von Sammlern hoch geschätzten so genannten „Roten Periode“ des weltberühmten Lichtbildners Fred Lang, bevor er dann in die bei intimen Kennern seines Schaffens nicht mehr ganz so beliebte „Blaue Periode“ wechselte.
Gerade hat sie das sehr humorvolle, aber auch nachdenklich stimmende Buch: „Von Mäusen, Menschen und anderem Getier“ dieses vielseitigen Fotografen und Schriftstellers zu Ende gelesen und findet, dass es eine wertvolle Bereicherung ihrer allerdings noch im Aufbau befindlichen Sammlung zeitgenössischer Literatur ist.
Sie trägt einen knallroten Hosenanzug und einen Kopfschmuck, der aus vielen kleinen kunstvoll zu einem Kranz arrangierten Tomaten besteht, die im Ton genau zu ihren wundervollen Haaren passen. Ein seidenes Halstuch in der gleichen Farbe vervollständigt auf das Vorteilhafteste ihre elegante Erscheinung.
Es ist genau 12 Uhr Mittagszeit, als es zaghaft an der Tür klopft und ein ganz in Rot gekleideter alter Mann herein trippelt. Es ist übrigens der schon erwähnte Autor und Fotograf, dessen eigentlich unbezahlbares Gesamtwerk mit allen Rechten von ihr kürzlich auf einer Versteigerung bei SOTHEBY'S in London erworben wurde, und der nun auf seine alten Tage bei ihr als „Männchen für alles“ Unterschlupf gefunden hat. Er trägt mit etwas zittrigen Händen, die natürlich in roten, seidenen Handschuhen stecken, auf einem silbernen Tablett eine dampfende Suppenterrine an den Tisch. Ein Teller, eine silberne Schöpfkelle und ein Löffel, sowie eine rote Serviette aus feinstem Damast, sind die passenden Accessoires.
Erwartungsvoll beugt sich seine Gebieterin über die Terrine. Zwischen ihren leicht geöffneten Lippen zuckt die kleine rote Zungenspitze unruhig hin und her. Ihr Gesicht strahlt vor Freude, als sie den Deckel abhebt.
Schließlich hat sie schon lange keine Erbsensuppe mehr gegessen!
Das Geheimnis intakter zwischenmenschlicher Beziehungen beruht nach dem französischen Dichter und Philosophen, C.
Baudelaire, auf einem Missverständniss: dem fehlenden Wissen über die Differenzen und nur der bloßen Vermutung einer Übereinstimmung, obwohl sie in Wirklichkeit gar nicht oder nur eingeschränkt
existiert.
Wenn man sich wirklich verstünde, wäre zwar das Missverständnis beendet, aber auch das gute Einvernehmen.
Es ist demnach also nur eine Illusion, wenn wir einander zu verstehen glauben. Und wir wären tief enttäuscht, oft auch sehr verletzt, wenn diese Annahme eines Tages wie eine Seifenblase
zerplatzen würde. Und das, obwohl wir uns doch schon so lange kennen. Aber gerade darin bestand ja unser Irrtum, der nun aufgeklärt ist.
Ich muss gestehen, dass ich lange darüber nachgedacht habe. Und noch immer schrecke ich vor der Annahme dieser kalten, aber zwingenden Logik
zurück.
Es ist doch so angenehm und schmeichelt dem Ego, wenn man sich von seinen Mitmenschen verstanden
glaubt, mit den meisten keinerlei Probleme hat und von einigen sogar geliebt wird. Vielleicht sollte man es bei diesem Missverständnis belassen. Alles zu wissen hat offenbar auch seine
Schattenseiten. Was meint ihr?
Geht es Ihnen auch so: Sie öffnen in einem Restaurant die umfangreiche Weinkarte mit den Ausmaßen des Gästebuches einer mittleren Großstadt - und sind geplättet!
Eigentlich wollten Sie nur einen leicht bekömmlichen, nicht zu teuren Wein bestellen. Bier schmeckt ja auch gut, aber heute soll es mal ein guter Tropfen sein. Doch so einfach geht das nicht, wenn man die Empfehlung liest, die ein offenbar schon berauschter Dichter - Abteilung Lyrik - verfasst hat. Was halten Sie zum Beispiel von einem Erguss, der auch in vielen anderen Weinkarten - nur leicht verändert - zu finden ist und zusätzlich als eine gelungene Hymne auf noch ganz andere Genüsse verstanden werden könnte:
"Dieser edle Spitzenwein von vornehmer und zurückhaltender Eleganz verfügt über eine feste Ansprache im Geschmack und hinterläßt eine blumige Note am Gaumen. Mit seinem vollen, rassigen Körper hat er eine geradezu erotische Komponente. Seine überströmende Fruchtigkeit verleiht ihm einen seidigen, fast schon femininen Charakter ohne Ecken und Kanten. Nach lebhaftem Spiel auf der Zunge führt dann prickelnde Spritzigkeit zu einer wahren Explosion der Sinne! Im Nachhall zeigt er sich ausbalanciert."
Alles klar?
Herr Ober! Bitte ein Pils!
Nachtrag
Um wütenden Protesten professioneller Sommeliers (Weinkennern von Beruf) zuvor zu kommen, stelle ich hiermit klar, dass der "Erguß eines berauschten Dichters" von mir frei erfunden wurde und keinerlei Rückschlüsse auf unsere hoch entwickelte Weinkartenkultur zuläßt. Außerdem erkläre ich hiermit feierlich, nicht von der Bierlobby bestochen worden zu sein.
"Es gibt keine größere Illusion als die Meinung, Sprache sei ein Mittel der Kommunikation zwischen
Menschen."
Elias Canetti, Schriftsteller
Als ich dieses Zitat kürzlich in einer Zeitung las, habe ich den Satz spontan gleich nochmal und dann noch einmal
gelesen. Plötzlich hatte ich das Gefühl, hier hat jemand etwas auf den Punkt gebracht, was mich schon lange beschäftigt und umtreibt. Hinzufügen möchte ich noch, dass unter Sprache natürlich auch
Geschriebenes im weitesten Sinne zu verstehen ist.
Ganz besonders deutlich fällt mir diese "Illusion einer Kommunikation" vor allem im virtuellen Bereich auf. Zum Beispiel in Internetforen, öffentlichen Plattformen aller Art, Blogs und
Chatrooms.
Missverständnisse sind dort an der Tagesordnung und der Versuch, sie zu relativieren oder gar auszuräumen, misslingt oft und führt im Gegenteil zu weiteren Missverständnissen bis hin zu
gegenseitigen Beleidigungen. Frust wohin man blickt!
Mal ganz abgesehen von der Unfähigkeit vieler Menschen, sich im wahrsten Sinn des Wortes unmissverständlich ausdrücken zu
können und ihrer mindestens genauso häufig zu beobachtenden mangelnden Bereitschaft, das Gehörte oder Geschriebene aufmerksam und konzentriert zur Kenntnis nehmen zu wollen, ist nach meiner
Meinung aber noch etwas für diese Misere verantwortlich.
Wir Menschen haben oft ganz unterschiedliche Vorstellungen von Worten und Begriffen, die wir ja immer auch in einem bestimmten, ganz subjektiv empfundenen, Zusammenhang sehen, und die daher nicht
zwangsläufig allen anderen dasselbe bedeuten. Beispiele dafür gibt es reichlich und müssen hier wohl nicht extra aufgeführt werden.
Zusammenfassend bleibt für mich die Erkenntnis, dass Elias Canetti weitgehend Recht hat. Man sollte aber trotzdem nicht
nachlassen in dem Bemühen, Sprache als das zu begreifen, was sie eigentlich sein sollte: ein Mittel der Kommunikation zwischen Menschen.
Hin und wieder klappt es auch und das gibt Hoffnung und Zuversicht. Was meint ihr?
Interessante Informationen über ihr bislang völlig unbekanntes Liebesleben!
Bild und Tonqualität entsprechen aus technischen Gründen nicht meiner Original-CD!
Copyright by www.fred-lang.de
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